Die Erzwaschanlage Weickartshain in Seenbrücke (Erbaut 1908). Sie ist die größte und leistungsstärkste Aufbereitungsanlage im Vogelsberg. Von links naht ein Erzzug, während im Bahnhof ein Personenzug steht

 

 

 

Geschichte des Eisenerzbergbaus
im Vorderen Vogelsberg

Lange vor der industriellen Förderung in Erztagebauen wurde nach Eisenerz gegraben, wie Zeugnisse der Kelten am Glauberg und der Römer am Limes zeigen. Auch hier in unserer Gegend deuten zahlreiche Flurnamen auf diese frühe Erzgewinnung hin.

BenzollokIm Umfeld der früheren Grube Deutschland z.B. die Wuhläcker, auf denen Stückerz in Schächten geborgen wurde oder der Rote Graben, ein sehr früher Tagebau oder auch die Wäsch, ein Wassergraben, in dem Erzgestein per Hand gewaschen wurde. Auf frisch gepflügten Äckern finden sich oft noch Schlacken aus dieser vorindustriellen Zeit, die darauf hinweisen, dass das geschürfte Erz in unmittelbarer Nähe in so genannten Rennöfen verhüttet wurde. Im Grünberger Anzeiger von 1927 schrieb Oberbergrat C. Köbrich aus Darmstadt: „Bei Weickartshain beweisen alte Schlackenreste, Stauwehre und Dämme den frühen Bestand einer Eisenschmelze.“

Die Betreiberin der hiesigen Brauneisenstein-Bergwerke war die am 13. März 1889 in Essen gegründete Gewerkschaft Luise, später umbenannt in Louise. Die Gründung dieser Gesellschaft und anderer, die bereits seit 1874 hier tätig waren, hing mit der Erbauung der oberhessischen Eisenbahn 1879 und 1880 eng zusammen. Diese Eisenbahn schuf die Grundlage für die Erschließung des vorderen Vogelsberges und die Voraussetzungen für einen Eintritt rheinischwestfälischer Berg- und Hüttenleute in das bis dahin längst bekannte oberhessische Erzrevier.

Durch die Entwicklung einer Infrastruktur und der daraus resultierenden kommerziellen Ausbeute der oberhessischen Erzvorkommen, wurde die Not der Landbevölkerung deutlich gelindert. Die Arbeit in der Erzförderung und Aufbereitung stellte eine beachtliche Erwerbsquelle dar. Die Ausreisewelle des 19. Jahrhunderts nahm spürbar ab. In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts waren bis zu 600 Bergleute in den Gruben tätig.

Seit Bestehen der Gesellschaft Louise, bis zur Stilllegung der Betriebsabteilung Mücke am 30. April 1966, wurden aus 25 Grubenfeldern 3.760.967 t zur Verhüttung aufbereitetes Erzkonzentrat gewonnen.

Bahnhof Weickartshain

 

 

Ackerbauer und Bergmann auf braunem Hintergrund - Der Wegweiser des ERZWEG - Süd

Ackerbauer und Bergmann auf blauem Hintergrund - Der Wegweiser des ERZWEG - Mitte

Ackerbauer und Bergmann auf grünem Hintergrund - Der Wegweiser des ERZWEG - Nord

 

 

 

 

 

 

Kontakt: Kulturring Weickartshain e.V., email: info@weickartshain.com     und     kunst_turm_mücke e.V., email: kunstturmmuecke@gmx.de          Stadt GrünbergStadt Laubach

Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringenovag AGStiftung der Sparkasse GrünbergBender - The Power in Electrical SafetyStiftung der Sparkasse Laubach-Hungen

Volksbank Mittelhessen eGLandmetzgerei + Partyservice H.G. Kielbassa in 35305 Grünberg-LardenbachEDEKA neukauf - U. Horst - Grünberg